Fuerteventura in Schwarz-Weiß

Als ich kürzlich die Aufnahmen für meinen Beitrag über Teguise bearbeitete, kamen mir unwillkürlich die Landschaftsbilder in den Sinn, die ich im Winter 2009 während eines Urlaubs auf Fuerteventura gemacht hatte. Auch diese Kanareninsel hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck – nicht zuletzt wegen ihrer kargen, vulkanisch geprägten Weite, sehr ähnlich zu der Vulkanlandschaft auf Lanzarote.

Da ich mich derzeit wieder etwas intensiver mit der monochromen Bildsprache beschäftige, erschien es mir sinnvoll, auch in diesem Beitrag ausschließlich Schwarz-Weiß-Fotografien zu zeigen. Die Landschaft Fuerteventuras eignet sich dafür in besonderer Weise: Die reduzierten Formen der Vulkankegel, die rauen Oberflächen der Lavafelder und der weite, oft von dramatischen Wolken durchzogene Himmel entfalten in Schwarz-Weiß eine eigene, fast zeitlose Dramatik. Farbe tritt hier zugunsten von Struktur, Kontrast und Lichtführung zurück.

Wir unternahmen damals mehrere Rad- und Wandertouren in der Region um Tarajalejo und Costa Calma. Besonders sind mir die wechselhaften Lichtstimmungen unter einem oft bedeckten Himmel in Erinnerung geblieben. Gerade diese Bedingungen eröffneten Möglichkeiten für Aufnahmen, die eine gewisse Dramatik und zugleich eine stille Intensität besitzen.

Die Bilder entstanden mit meiner ersten digitalen Spiegelreflexkamera, einer Canon EOS 20D, und dem mitgelieferten 28-200-mm-Kit-Objektiv. Die Optik war alles andere als herausragend, erwies sich jedoch als zuverlässiger Allrounder – besonders unterwegs, wo Flexibilität und geringes Gewicht wichtiger sind als absolute Schärfe oder Verzeichnungskorrektur.

Die folgenden Bilder zeigen Ausschnitte dieser Touren. Sie bewahren etwas von der Atmosphäre jener Tage – und von dem, was mich bis heute an monochromer Fotografie fasziniert: die Fähigkeit, das Wesentliche sichtbar zu machen: Linienführung, Formen, Strukturen, Licht und Schatten.

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Zwischen weißen Mauern und altem Holz – Ein Foto-Walk durch Teguise