Fotowalk mit dem Asashi Takumar f3.5 28mm SMC
Am 22.02.2026 bin ich zum ersten Mal mit meinem Asahsi Pentax Takumar Takumar f/3.5 28mm losgezogen, um dieses zum ersten Mal zu testen. Ich habe das Objektiv in hervorragendem Zustand gebraucht bei Ebay gekauft.
Es war ein grauer, dunkler Tag. Kurz nachdem ich aufgebrochen war, hat es angefangen zu regnen. Daher bin ich auch nur kurz die "kleine Hausrunde" gelaufen und nach rund einer Stunde komplett durchnässt wieder zu Hause angekommen. Ich hatte die falsche Kleidung an, da ich nicht mit stärkerem Regen rechnete, sondern höchstens mit leichtem Nieselregen.
Asashi Takumar f/3.5 28mm SMC an der Nikon Zf
Ich war froh, dass ich mit der Nikon Zf eine wetterfeste Kamera dabei hatte. Das Asashi Takumar ist nicht spritzwassergeschützt, daher habe ich es so wenig wie möglich dem Regenwetter ausgesetzt. Es stammt aus einer Zeit, in der Wetterfestigkeit noch kein Thema beim Objektivbau war. Es besitzt keinerlei Dichtungen gegen Staub oder Spritzwasser. Bei einem plötzlichen Regenschauer sollte es also schleunigst in der Tasche oder unter der Jacke verschwinden.
Das Asahi Pentax Takumar 28mm f/3.5 ist ein mechanisches Meisterwerk. Wer den Charme vergangener Jahrzehnte mit Vintage-Objektiven voll auskosten möchte, kommt an diesem Takumar kaum vorbei. Dieses Weitwinkel-Objektiv, das vor allem in den Jahren 1966 bis etwa 1975 in verschiedenen Iterationen produziert wurde, gilt unter Enthusiasten als Paradebeispiel für japanische Ingenieurskunst der M42-Ära. Besonders die späteren SMC-Versionen (Super-Multi-Coated) setzten damals Maßstäbe: Durch die innovative 7-fache Mehrschichtvergütung gelang es Asahi Pentax, Streulicht und Geisterbilder so effektiv zu minimieren, dass die Kontrastleistung selbst heute noch an modernen Sensoren beeindruckt.
Bei dem verregneten, trüben Wetter konnte ich jedoch nicht viel Aufnahmen machen und das Objektiv daher nicht so ausführlich testen, wie ich das ursprünglich geplant hatte.
Haptisch fühlt sich das Objektiv wie ein kleiner Panzer an. Es ist komplett aus Metall und Glas gefertigt, der Fokusring hat einen seidenweichen Widerstand, den man bei modernen Autofokus-Linsen vergeblich sucht. Mit seiner Lichtstärke von f/3.5 ist es zwar nicht besonders lichtstark, glänzt dafür aber bereits bei Offenblende mit einer bemerkenswerten Schärfe bis in die Bildecken.
Nachfolgend einige Aufnahmen. Ich habe alle Fotos in RAW aufgenommen (im Zf Schwarz-Weiß-Modus, die RAWs sind jedoch Farbe) und anschließend alle RAW-Bilder in DxO Photolab mit Nik Silver Efex in Schwarz-Weiß-Aufnahmen konvertiert. Hierbei wurden Kontrast, Stil und Belichtung individuell angepasst. Die Vignetten stammen nicht vom Objektiv, sondern wurden - wie auch Grauverlaufsfilter - ebenfalls via Silver Efex hinzugefügt. Es sind also keine reinen “out of the cam”-Aufnahmen.
Alle Aufnahmen wurden mit ISO 1600 aus der Hand und ohne Stativ gemacht. Die Landschaftsaufnahmen wurden mit Blende 8, die Wegschilder Blätter mit Offenblende f/3.5 aufgenommen und der Bachlauf mit Blende 8 und 1/3s Belichtungszeit.